Wo die erste Trauung stattfand, lässt sich heute nicht mehr zweifelsfrei klären. Vieles spricht dafür, dass das Trauzimmer damals im Rathaus auf dem Markt eingerichtet war. Doch die Spuren der Geschichte sind hier nur noch schwer nachzuverfolgen – auch, weil das historische Rathaus am 28. April 1945 bei einem Brand vollständig zerstört wurde. Mit ihm ging auch das damalige Standesamt verloren.
Die Liebe fand in Friedland dennoch immer ihren Weg. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Stadtverwaltung zunächst in der Mühlenstraße 7 untergebracht – und damit auch das Standesamt. Um 1955 entstand zwischen der Mühlenstraße 1 (heute Museum) und der Mühlenstraße 7 eine provisorische Baracke. Was als Übergangslösung gedacht war, wurde für viele Brautpaare aus Friedland und Umgebung über vier Jahrzehnte zum Ort, an dem sie den Bund fürs Leben schlossen.
Erst 1995 zog die Verwaltung in das neu errichtete Stadtcenter am Markt um. Dort befand sich das Standesamt im Stadtzimmer. Zusätzlich wurde ein weiteres Trauzimmer im Alten Gymnasium eingerichtet. Dieses stellte Paare jedoch vor Herausforderungen, da es insbesondere für ältere oder mobilitätseingeschränkte Menschen nur eingeschränkt geeignet war.
Heute bietet Friedland Paaren gleich mehrere stimmungsvolle Orte für ihren großen Moment. Das Standesamt sowie ein Trauzimmer befinden sich im Rathaus am Anklamer Tor. Zudem steht mit der historischen Wassermühle ein besonders romantischer Trauort zur Verfügung, der Vergangenheit und Gegenwart auf einzigartige Weise verbindet.
Paare, die ihre Eheschließung in Friedland planen oder sich zu den Trauorten informieren möchten, erhalten Auskunft beim Standesamt der Stadt Friedland. Die Standesbeamtin Andrea Minow, ist gern erreichbar unter 039601-27737 oder per E-Mail an a.minow@friedland-mecklenburg.de.
Das 150-jährige Jubiläum der ersten standesamtlichen Trauung zeigt: Liebe hat in Friedland Tradition. Während sich Orte und Zeiten verändern, bleibt eines gleich – der besondere Augenblick, wenn zwei Menschen „Ja“ zueinander sagen…